Sonntagsausflug: Yverdon, Grandson, Neuchatel

•August 3, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Diesmal gibts den neuesten Fotoalbums-Quatsch zeitnah und direkt, quasi frisch geschossen. Ich sitze tatsächlich gerade erst zurückgekommen in der Cafeteria mit Cola, Laptop und Kamera und schreibe! Live vor Ort, am Puls der Zeit. Was für ein ekstatisches Gefühl!!!! *rülps*

Heute gings also extrem spontan irgendwohin. Gestern abend um kurz vor 12 kam eine email über den Verteiler (again, PULS DER ZEIT!!!) von einem Kerl aus Israel, der für heute einen Ausflugpartner gesucht hat – überwältigt vom Adrenalinrausch hemmungsloser Spontanität musste ich zusagen!

Also gings heute mit Ran (so heisst man heute in Israel) mit dem Auto einfach mal in die Pampa am Lac Neuchatel. Die haben zu viele riesige Seen hier.

Wir haben uns unterhalten und sind furchtbar faul und entspannt umher gelatscht. Es gab ein Nickerchen am See, eine Pizza Hawaii (mit Curry-Pute und Kirschen, sehr lecker!), ein Eis und ein Bad im See. Hier die Beweise:

Heute Abend werd ich mit dem Herren noch ein Bier trinken gehen, wird bestimmt interessant. Besonders toll ist, dass er sich in ein Mädchen aus Palästina verliebt hat! Das ist so filmreif! Das CERN wird noch ein goldenes Zeitalter des globalen Friedens bringen – oder aber doch ein schwarzes Loch… im Grunde hat beides ähnliche Konsequenzen: im Universum wirds langweilig.

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Pädagogisch wertvoll: Der „Large Hadron Rap“

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Das MÜSST ihr auch ansehen.

Es macht mir gleichzeitig ein bisschen Angst, aber irgendwie isses auch geil, kreativ und gut. Auf jeden fall beweist es, dass wir Physiker völlig zu unrecht den Ruf haben, uncoole Nerds zu sein. Wir sind coole Nerds! Sogar down low und so.

Also ANSCHAUEN:

Nachtrag: Science Lesson Week 4

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Jetzt mal Schluss mit dem ganzen Freizeit-Quatsch – Zeit für harte Fakten! Es folgt eine kleine Abhandlung über das Magnetsystem im Tunnel des LHC…

Letzte Woche ging es in die SM18, die „Testing Facility“ für alle Dipol-Magneten. Die Dipolmagneten sind diese blauen Röhren, von denen ein paar ausrangierte auch hier überirdisch auf dem Gelände rumstehen. Ihre Aufgabe ist es, den Protonenstrahl im LHC auf seiner Kreisbahn zu halten. Dafür braucht man ein sehr starkes (Dipol-) Magnetfeld. Um so ein Magnetfeld zu erzeugen, braucht es extreme Ströme: im Falle des LHC fliessen knapp 12000 (zwölfTAUSEND) Ampere durch die Magneten!

Dafür braucht es entweder enorm dicke Kabel (ca. Format „Baumstamm“ – siehe Bild), oder aber Supraleitung. Supraleitung ist ein quantenmechanischer Effekt, der erst bei wiederum extremen Temperaturen auftritt: nur wenige Grad Kelvin über absolut Null (minus 273° C) sind erlaubt. Dafür verschwindet aber jeglicher elektrischer Widerstand und man kann die riesigen Ströme durch ein Kabel jagen, das nur ca 1 mm dick ist.

Dazu müssen allerdings 27 Kilometer Magnet auf minus 271 °C gekühlt werden! Das geschieht mit ca. 300 Tonnen flüssigem Helium, dem kältesten Stoff, den die Menschheit herstellen kann. Das ganze ist eine technische Meisterleistung… Die Kabel und Magneten dürfen niemals auch an nur einem Punkt normalleitend werden, weil die durch den elektr. Widerstand entstehende Hitze sofort zum Verglühen führen würde. Um die Kühlung zu garantieren, muss das Helium sogar suprafluid sein. Dabei verliert es jegliche Viskosität und wird sozusagen „unendlich flüssig“… so kann es jeden noch so kleinen Zwischenraum ausfüllen und bildet keine Bläschen.

Einmal ist beim Testen genau das passiert, weil ein Sicherheitssystem versagt hat. Resultat: Der Magnet ist verglüht, es gab einen riesigen Lichtbogen in der Halle. Der plötzlich zusammenbrechende Strom hat ein riesiges Gegenfeld erzeugt, das das Kryostat durch die ganze Halle geschossen hat, auf der anderen Seite ist meterlang flüssiges Hellium aus dem Magneten geschossen. Terminator lässt grüssen. Es stand aber Gott sei Dank niemand in der Nähe…

Jeder der ca 1200 Magneten wurde in dieser Halle getestet. Dabei wird auch das Feld jedes einzelnen vermessen und in einer Datenbank gespeichert, denn später muss jeder Magnet zusätzlich korrigiert werden, um auf der gesamten Umlaufbahn ein perfektes Feld zu garantieren. Ein Magnet kostet ca. 500 000 Euro.

Für alle, die bis hier hin durchgehalten haben, jetzt die Bilder:

Nachtrag Wochenende 4: Besuch Daheim

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Weils das einzige Wochenende überhaupt war, an dem es einen einigermassen bezahlbaren Flug gab, ging es heimwärts.

Ich war das ganze Wochenende unterwegs, Schlaf gabs auch nicht mehr als am CERN. Am Freitag abend bin ich heimgekommen, wurde von meinem reizenden Mitbewohner gleich abgeholt und auf eine Party verfrachtet. Samstag gings heim zu Muttern, abends war in Murnau Kulturknall und danach Party in der Westtor-Halle. In diesem Fall war Maxi mein treuer Gefährte. Insbesondere in der Westtor-Halle wars extrem toll. Murnau wird wirklich immer schicker und ansehnlicher. Auch die Musik war genau mein Fall! Und ich hab mitten in der Nacht unseren Bürgermeister geknuddelt 🙂

Sonntag Grill-Aktion mit meinen Eltern und Abends Coktail in einer „Bar“ im 19. Stock über München mit extrem tollen Leuten an meinem Tisch 🙂

Montag morgen gings dann wieder zurück, zum Glück gerade noch so vor dem Lufthansa Streik. Fotos gibts dieses mal keine, nur meine wahnwitzig spannende Erzählung … Ach doch, aus dem Flugzeug hatter geknipsst, der Physiker. Here you go:

Nachtrag: Wochenende 3: BESUCH!!!!!

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Ein weiter Nachtrag eines wichtigen Events: Besuch von guten Freunden + Svenja.

Ich hab die Armen mit endlosen Erzählungen über Nerdkram gelangweilt, aber die Zeit war gut 🙂

Einen hervorragenden Tag bei fabelhaften Wetter (Sonnenbrand!) in Genf gabs dazu. Hier die obligatorischen Bilder, inklusive des „Love Picture of the year 2008“ (TM)

Vielen Dank nochmal für Euren Besuch!!!

Einer dieser Abende ….

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

oh man… manchmal wirds ein bisschen viel mit der Sommerstimmung und der Nachdenklichkeit. Heute war wieder so ein Abend an der Grenze. Verteilt auf der Wiese unter einem Baum… ich hab Gitarre gespielt und mit einem Ohr zugehört, was so so erzählt wurde. Der Rest war vertieft in Gespräche über Gott und die Welt, ein paar Mädels lagen in der Wiese und haben ein bisschen gesungen und gelacht, aus dem Radio die Dire Straits mit „Sultans of Swing“ (zumindest den Song hab ich noch im Ohr), dazu wieder Feuerwerk über Genf.

Wirklich hart an der Grenze, aber unvergesslich.

Heute war einfach so ein typischer Tag nach einer Party, alle haben einfach nur entspannt. Party? Gestern war „Toga-Party“ der Sommer Students. Ich muss zugeben, nach der „Black & White“ Party hängen mit die Dress-up Parties etwas zum Hals raus. Naja. Hier noch ein paar Bilder wie so etwas aussieht:

Nachtrag Woche 3: Grillen wie ein Deutscher in Frankreich

•August 2, 2008 • Schreibe einen Kommentar

Germans know how to „grill“, sagt man angeblich überall auf der Welt. Ist natürlich weit untertrieben.

Treffpunkt war die Wohnung eines Diplomanden in Frankreich von „meinem“ Lehrstuhl in München. Planung, Vorbereitung und Durchführung nahe an der absoluten Perfektion. Aber seht selbst:

Negativ zu erwähnen bleibt lediglich die Qualität und Beschaffenheit der franz. Wurstwaren.

Ansonsten ein perfekter Abend!

So, mein Akku geht Zur Neige und ich muss mal umziehen in mein Zimmer. Wenn ich für jeden Artikel so lange brauche sitze ich heute Nacht um 2 noch dran 🙂

Jetzt wird aber erst mal was gearbeitet…